Besprechung direkt nach dem Theaterstück mit dem theaterspiel-Team und KKA-Abfallberaterin Gertrud Kannenberg (2. von rechts). (Foto: Jan Bußhaus | KKA)
„Alle satt?!“ – Theaterstück begeistert 600 Jugendliche
01. Oktober 2026 – Es beginnt an einem Supermarkt-Müllcontainer: Zwei Freundinnen wollen Lebensmittel daraus retten und die Welt damit ein kleines bisschen besser machen. Kurz darauf erhalten sie die Chance, auf ganz große Weltrettungsmission zu gehen – in einem fernen Land, in dem die Mutter eines der beiden Mädchen Millionen Äpfel anbaut und scheinbar auch alle satt machen will. Vor Ort wird dann aber deutlich, wie groß die Kluft zwischen Wohlstand hier und Armut dort doch ist. Natürlich geht im Theaterstück „Alle satt?!“ am Ende alles gut aus.
Auch in diesem Jahr hatte die Kreis-Kleve-Abfallwirtschaftsgesellschaft (KKA) das Stück von „theaterspiel“ aus Witten in den Kreis geholt und zwei weiterführenden Schulen die Aufführungen ermöglicht. Alle Schulen konnten sich für ihre fünften bis siebten Klassen bewerben, am Ende waren das Kardinal-von-Galen-Gymnasium Kevelaer und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Kleve ausgelost worden. Die Aufführungen fanden am 24. und 25. September statt. Insgesamt konnten rund 600 Schülerinnen und Schüler davon profitieren. Jeweils direkt im Anschluss an das Theaterstück war bereits Zeit für erste Nachfragen und kleine Diskussionen zum Inhalt.
Die Nachbesprechung der Inhalte des Theaterstücks findet im Rahmen der aktuell laufenden Aktionswoche „Zu gut für die Tonne“ vom 29. September bis 6. Oktober statt. KKA-Abfallberaterin Gertrud Kannenberg besucht die Klassen und arbeitet vor allem das Thema Lebensmittelverschwendung mit den Schülerinnen und Schülern noch einmal auf. „Schon im direkten Anschluss an das Theaterstück wurden erste Ideen diskutiert, was dagegen getan werden kann, damit nicht so viele Lebensmittel im Müll landen“, sagt Gertrud Kannenberg. „Im Unterricht vertiefen wir das gemeinsam noch weiter. Dabei fällt immer wieder auf, dass die Schülerinnen und Schüler selbst schon viele Ideen dazu einbringen.“
Auch KKA-Geschäftsführer Jan Bußhaus sah sich in diesem Jahr eine der Aufführungen an und zeigte sich begeistert: „Es ist schön, zu sehen, wie engagiert die Schülerinnen und Schüler mitdiskutieren und während des Stückes schon mit Missmut und Buhrufen auf die angedeuteten Ungerechtigkeiten reagieren.“ Das Theaterstück sei ein tolles Instrument, um junge Zielgruppen zu erreichen und ihnen die Bedeutung der Abfallvermeidung und Lebensmittelverschwendung näher zu bringen. In dem Theaterstück wird unter anderem vermittelt, dass jährlich mehr als elf Millionen Tonnen Lebensmittel in Deutschland weggeworfen werden. „Die Verschwendung von Lebensmitteln verursacht erhebliche Mengen vermeidbarer Abfälle“, sagt Jan Bußhaus. „Daher ist die Sensibilisierung junger Menschen ein wichtiger Bestandteil der kommunalen Abfallvermeidung.“
Auch im kommenden Jahr will die KKA das Theaterstück wieder in den Kreis Kleve holen. Ab wann sich Schulen darauf bewerben können, wird demnächst auf der Website und in den Medien bekanntgegeben.
Neben der Website bietet die KKA noch den eigenen Newsletter und die Social-Media-Seiten auf Facebook und Instagram, um auf dem Laufenden zu bleiben.


